Mittwoch, 29. Februar 2012

un - zählig

Wovon erzählen
wenn nichts
mehr zählt ?

Zahllose Tage
spielen Gigolo
flirten umarmen
küssen lieben
verschwinden

Wovon träumen
wenn kein Traum
mehr lebt?

Vis-a`-vis
mit dem
Gelebten
werden keine
Schwellen mehr
überquert

© UrsaAngst


Wattlandschaft     UrsaA.

Samstag, 25. Februar 2012

Antwortgedicht zu "still"


still

Windharfen klingen nur
wenn der Wind
es will

© Barbara Hauser
 http://sansvoile.blogspot.com/


Antwortgedicht :

wenn der wind es will
werden artige wolken
zu bergen mit
tiefen schluchten
wenn der wind
es will
hält er still
so ist der Tag
wie der Wind
es mag


© UrsaAngst




Bernhard Albrecht Hartmann
http://ich-quelle.blogspot.com/

Windbruch


Vom Wind zerzaust,
auf Wesentliches zurück gebrochen,
so stehe ich in mir
mit geteiltem inneren Blick!

Trauere ich dem Leben nach,
das aus Aladins Wunderbüchse
oft allzu schnell an mir vorbei zog
oder -
spüre ich tiefer hinein in die Kraft,
die als verdichtete Lebensfrucht
mir verblieb?


Von illusionärem Tand -
befreit,
ruft mich aus innerster Tiefe
„das Leben,“
das ohne Verlangen
sich ausdrückt
in reiner Schaffensfreude.


Sich selbst genug
entfaltet sich im Ich
die Urkraft allen Lebens
in Licht und Liebe!

© Bernhard Albrecht Hartmann

Freitag, 24. Februar 2012

leise Töne


noch immer lebt in meinem Herzen
ein Teil der Dichtung die sie er - schuf
die Sehnsucht nach dem Wort
was  W o r t   noch ist aus leiser
Stille nur der leise Ruf



© UrsaAngst


foto: ursaA


erst der Gedanke,
dann das Wort,
dann das Bild verbunden mit dem Wort



UrsaA:

ich habe mich
angefreundet mit
dem Wort Stille
aus der die
leisen Töne
klingen die
nicht rufen
nicht schreien
die Samen tragen
und Spuren
hinterlassen
ich habe mich angefreundet
mit der  S t i l l e
die mich suchte und
mich fand

© UrsaAngst
.
.

Wenn die Stille
zu singen beginnt
schweigen die Worte
und nehmen das auf
was man Ehrfurcht
nennt...

© Hans-Peter Zürcher
http://www.blogger.com/profile/16603788100697302448



Ich fand Dich
Ich suchte Dich
überall
zur falschen Zeit
am falschen Ort.
Ich fand Dich
dann
in der Stille
meiner Gedanken.


© ErnstB
http://ernstblumenstein.wordpress.com/



Flora von  Bistram
http://floravonbistram-lesen.blogspot.com/


In der Stille
Vergessen die Welt- ich halte inne,
trete ein durch das Tor der ruhenden Sinne.
Nur ich allein im Herzen der Welt,
vorbei ist die Jagd nach Ruhm und nach Geld.
Ich geh tief in mich und schaue hinauf,
auch du wirst bemerken - eine Tür sich auf.

In der Hast des Alltags ruhen und schweigen
und sich dankbar vor Gottes Schöpfung verneigen.
Die Grenzen erkennen in Zeit und in Raum,
dem Leben begegnen in glückhaftem Traum.
Erkennen den Ursprung der verborgenen Quelle
und eintreten in das Reich der befreiten Seele.



Die Zeit steht nun still, ich atme in ihr,
das ganze Weltall versöhnt sich mit mir.
Umfassender Frieden fließt tief in mein Herz,
vertreibt böse Gedanken und Seelenschmerz.
Im Klang dieser Stille, die stets alles heilt
umhüllt mich die Urkraft der Ewigkeit.


Ich tauche ein in den Lärm unserer Zeit,
demütig erkennend die Unendlichkeit.
Schaue nach vorn, dort steht das Glück
so lasse ich Groll weit hinter mir zurück.
Ich fühl mich an Körper und Seele erholt,
da erstrahlt der Tag im schimmernden Gold.


© fvB

.

Sonntag, 12. Februar 2012

Rainer Maria Rilke - der Dichter




Auszug aus
Briefe an einen jungen Dichter

..Darum ....lieben Sie Ihre Einsamkeit,
und tragen Sie den Schmerz, den sie Ihnen verursacht
mit schön klingender Klage.
Denn die Ihnen nahe sind, sind fern
sagen Sie und das zeigt, daß es anfängt, weit um Sie
zu werden.
Und wenn Ihre Nähe fern ist, dann ist Ihre Weite
schon unter den Sternen und sehr groß,
freuen Sie sich Ihres Wachstums......

an Franz Xaver Kappus



Antwort
 mit der Einsamkeit Eins-SEIN
in dieser bis an den Rand  leben
dann  anfangen   anfangen   beginnen mit
  diesen Worten in die Zukunft  zu reisen
nach ALLEM verlangen was noch nicht
gewesen ist


©  UrsaAngst


Foto: UrsaAngst





Dienstag, 7. Februar 2012

noch ist Winter

vereist sind
Flüsse und Meere
die Zeit sonnenleer

Licht und Wärme
 sind verschwunden

  hinter verschlossenen Türen
sitzt die Sonne 
auf gekreuzten Beinen
sie wartet

 müde  streckt sich ihr ein Tag entgegen
wirft vergangene Stunden auf´s Eis

  die Stunden frieren  vereisen   tauen nicht auf
 schweigen den Horizont an der sich im Eis spiegelt

der erbarmungslos mit vereist
in schweigender Stille

noch ist Winter

(ein Winter  der vielleicht unter seinem Mantel einen Frühling trägt)



©   UrsaAngst




Foto: UrsaAngst



Montag, 6. Februar 2012

nicht verboten



leiden erlaubt
einhunderttausendsiebenhundertneunundneunzig
kilometer
vom glück entfernt


©  UrsaAngst



Foto: Dieter Angst

Freitag, 3. Februar 2012

am Anfang war die Liebe



am Anfang war die Liebe
und sie war verwirrend

 sie war ahnungsvoll  hilflos
  beunruhigend  sich  hingebend

alles Schwere verging im Leichten
alles Leichte wurde hoch fliegend

wurde heiß empfangen
sonnen -umarmt

sie war Glut   sie war Flamme
sie war brennend und wärmend

sie war   d e r    Anfang


© UrsaAngst









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