Mittwoch, 28. Januar 2015

(un-) realistisch fremd




Irgendwann/ irgendwo/traf sie ihn (wieder)
Er erzählte von Dingen/ die  ihr fremd waren und auch fremd blieben/
aber auch er war (irgendwie) für sie ein FREMDER /
Er sah Dinge/ die keiner so sah wie er/ er war  ein  SEHENDER / er  sah das/ was aussah wie Leben/ was sich anfühlte/ wie Leben/ wo er hineintauchte und bereit wurde/ dieses LEBEN  (wieder) als Geschenk anzunehmen/ WIEDER  ?/
Jahre entstanden in ihm/ die bereits gelebt waren /die Erinnerungen waren WUNDER - bar/
vorbei fliegende Momente fing er auf/ Augenblicke/ die in der Ewigkeit lagen/ bedachte er
mit einem Lächeln / er hielt sich auf / ließ sich aufhalten/gab Halt/ den Anderen /
Er liebte sie nicht/  diese  Haltlosigkeit /sie machte ihn unfähig, seine Fähigkeiten zu zeigen/ zu entwirren, was wirr war / er fragte nicht/ fragte nicht nach dem/ was NACH DEM   passiert war/sein Gesicht strahlte in  Klarheit/ erfüllte die Gegenwart/ die sich mit  der Vergangenheit einließ /
und nichts/ aber auch gar nichts aus-ließ /manchmal fühlte es sich zart an/ manchmal rau /
dann   wurde es Nacht und die Worte wortlos / er ging /   fort /

Das hier  ist eine Erzählung, eine kleine Erzählung zwischen Sonne und Mond .....zwischen SEIN und NICHT -SEIN

©   UrsaAngst





Kommentare:

  1. Der Seher (1. Teil)


    Ich begegne ihm vielleicht dreimal im Jahr, wenn er wieder einmal auf seinen Reisen durch Europa die Stadt am See für Stunden berührt. Ja berührt, denn er kann die Menschen, die ihm wirklich ins Auge schauen, tief berühren.
    Er sitzt dann oft stundenlang auf einem Betonklotz oder einfach nur ohne Unterlage auf dem Boden vor seinem Fahrad. Ein Mann der Strasse ohne festen Wohnsitz, aber immer gepflegt und sauber gekleidet. So sitzt er, schaut vor sich hin.
    Selbst wenn ich ihn von der Seite eine Weile beobachte, scheint es ihn nicht zu stören. Nahezu unbeweglich schaut er vor sich hin. Wohin? Es dauert eine ganze Weile, bis ich dies bemerke, dann aber erschauere ich innerlich. Und wie mir, so geht es dem einen oder anderen Passanten, der sich auf ein Verweilen in der Nähe dieses seltsamen Mannes einlassen will.
    Sind es auch noch so viele Menschen, die den Naturkostladen betreten oder verlassen oder die Fussgängerzone entlang eilen, er umfasst jeden Einzelnen mit seinem Blick. Wie kann das sein, so viele Menschen und einen jeden, wenn auch nur für einen kurzen Moment, mit seinen Augen würdigen? Würdigen, denn genau das ist es, was er tut. Er würdigt die Menschen.



    baH, 05.02.2015



    Der Seher


    Ich begegne ihm vielleicht dreimal im Jahr, wenn er wieder einmal auf seinen Reisen durch Europa die Stadt am See für Stunden berührt. Ja berührt, denn er kann die Menschen, die ihm wirklich ins Auge schauen, tief berühren.
    Er sitzt dann oft stundenlang auf einem Betonklotz oder einfach nur ohne Unterlage auf dem Boden vor seinem Fahrad. Ein Mann der Strasse ohne festen Wohnsitz, aber immer gepflegt und sauber gekleidet. So sitzt er, schaut vor sich hin.
    Selbst wenn ich ihn von der Seite eine Weile beobachte, scheint es ihn nicht zu stören. Nahezu unbeweglich schaut er vor sich hin. Wohin? Es dauert eine ganze Weile, bis ich dies bemerke, dann aber erschauere ich innerlich. Und wie mir, so geht es dem einen oder anderen Passanten, der sich auf ein Verweilen in der Nähe dieses seltsamen Mannes einlassen will.
    Sind es auch noch so viele Menschen, die den Naturkostladen betreten oder verlassen oder die Fussgängerzone entlang eilen, er umfasst jeden Einzelnen mit seinem Blick. Wie kann das sein, so viele Menschen und einen jeden, wenn auch nur für einen kurzen Moment, mit seinen Augen würdigen? Würdigen, denn genau das ist es, was er tut. Er würdigt die Menschen.
    Diese Stille in der Art wie er da sitzt und die unscheinbare Schnelligkeit, die ihn auch nicht einen Menschen übersehen lassen. Freilich, dies ist erst zu bemerken, sobald Du dich auf diesen Mann eingelassen. Und das auch nur dann, wenn das Erschauern Dich in diesem Augenblick nicht in die Flucht getrieben.
    Nach einigen Begegnungen mit diesem Mann verstehe ich Menschen, die irritiert von seinem Blick, aus einer kurzen Aufwallung ihres Gemütes heraus die Flucht ergreifen. Warum? Sie haben sich verloren und können es nicht eingestehen, dass sie sich fremd geworden.
    Obwohl der Blick dieses Mannes von einer Sanftheit umhüllt zu sein scheint, trifft er jeden Menschen, der sich darauf einlassen kann ins Mark. Du weisst es unmittelbar im Augenblick des Erschauerns. Dieser Mann hat Dir ins Herz geschaut, dich entblösst ... und reich beschenkt.

    baH, 05.02.2015









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  2. Der Seher (2. Teil)

    Diese Stille in der Art wie er da sitzt und die unscheinbare Schnelligkeit, die ihn auch nicht einen Menschen übersehen lassen. Freilich, dies ist erst zu bemerken, sobald Du dich auf diesen Mann eingelassen. Und das auch nur dann, wenn das Erschauern Dich in diesem Augenblick nicht in die Flucht getrieben.
    Nach einigen Begegnungen mit diesem Mann verstehe ich Menschen, die irritiert von seinem Blick, aus einer kurzen Aufwallung ihres Gemütes heraus die Flucht ergreifen. Warum? Sie haben sich verloren und können es nicht eingestehen, dass sie sich fremd geworden.
    Obwohl der Blick dieses Mannes von einer Sanftheit umhüllt zu sein scheint, trifft er jeden Menschen, der sich darauf einlassen kann ins Mark. Du weisst es unmittelbar im Augenblick des Erschauerns. Dieser Mann hat Dir ins Herz geschaut, dich entblösst ... und reich beschenkt.

    baH, 05.02.2015

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  3. Nein,ich bin nicht gegangen und habe auch nicht weg - geschaut, als er er - schien .... er schien wirklich zu sein, aber-,es war zu un-wirklich, als dass es Realität hätte sein können ... ja-, der Blick war frei und auch sanft, aber wahr - nehmend.... wahrnehmend, das was w a r ... das, was gewesen ist ... aber-. hier kommt ein PUNKT !!!! Danke für Deinen Beitrag ... Ursa

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