Sonntag, 15. März 2015

ge - DICH-tet




Von allen Gesichtern/ die ich
je liebte/ gab es eines/ was
ich mehr liebte/ die ganze Zeit /

es berührte mich hartnäckig/
verfolgte mich schweigend/
verweilte viele Male

unsichtbar in der Zeit/
in meiner Zeit, die meine
Sprache kannte/

die meine Worte unter dem Mond/
und in der Sonne nicht brach/
sondern glaubte

und zurück kehrte in eine Weite/
die im hellen Licht den Schatten vergaß/
der immer alles begrub

und der nichts wusste von
einem Gesicht/ was ich mehr liebte/
die ganze Zeit 

© UrsaAngst





Kommentare:

  1. Ursa, Liebe,

    seeehr gut abgestimmt auf den Titel, jede Strophe bezieht sich darauf. Super durchdacht!!!

    Dir noch einen feinen Abend,

    LG, Edith

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    1. Ach, liebe Rachel,Edith,... es war weniger das Denken, es war ein Gefühl und dann kam die "Muse" ... hinzu ... Danke für Deinen Kommentar ...auch einen f e i n e n Abend ... LG Ursa

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  2. Selbstbegegnung


    Es gab eine Zeit,
    in der ich einkehrte ganz bei mir,
    umgeben von nichts als Stille -
    Stille,
    die zu mir sprach,
    mich wiegte im Klang der Sternen Harmonien,
    Harmonien,
    die wie ein donnerndes Rauschen
    durch meine Glieder strömten
    und mich der Endlichkeit enthoben.

    Bis Kristall klares weisses Licht
    einbrach in meine Stille
    und meine Augen öffnete,
    mich in ein Antlitz schauen liessen
    von einer mir zugewandten Kraft und Güte,
    die bis in meine Zehenspitzen
    ein tiefes Erschauern auslöste.

    Dieser eine Augenblick
    löschte alles, was vordem war;
    ich betrat die Schattenwelt,
    versank und verstrickte mich in ihr,
    doch anstatt zu erblinden
    wuchs auf rätselhafte Weise eine Kraft in mir,
    die in einer Nacht dann zu mir sprach -

    Vom Grund des Lebens her
    die Quellkraft allen Seins still zu bezeugen,
    in diesem Tun trittst Du ein
    in die Wirkkraft deines Ich.

    © baH, 29.03.2015

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