Samstag, 25. Februar 2012

Antwortgedicht zu "still"


still

Windharfen klingen nur
wenn der Wind
es will

© Barbara Hauser
 http://sansvoile.blogspot.com/


Antwortgedicht :

wenn der wind es will
werden artige wolken
zu bergen mit
tiefen schluchten
wenn der wind
es will
hält er still
so ist der Tag
wie der Wind
es mag


© UrsaAngst




Bernhard Albrecht Hartmann
http://ich-quelle.blogspot.com/

Windbruch


Vom Wind zerzaust,
auf Wesentliches zurück gebrochen,
so stehe ich in mir
mit geteiltem inneren Blick!

Trauere ich dem Leben nach,
das aus Aladins Wunderbüchse
oft allzu schnell an mir vorbei zog
oder -
spüre ich tiefer hinein in die Kraft,
die als verdichtete Lebensfrucht
mir verblieb?


Von illusionärem Tand -
befreit,
ruft mich aus innerster Tiefe
„das Leben,“
das ohne Verlangen
sich ausdrückt
in reiner Schaffensfreude.


Sich selbst genug
entfaltet sich im Ich
die Urkraft allen Lebens
in Licht und Liebe!

© Bernhard Albrecht Hartmann

Kommentare:

  1. Windbruch


    Vom Wind zerzaust,
    auf Wesentliches zurück gebrochen,
    so stehe ich in mir
    mit geteiltem inneren Blick!


    Trauere ich dem Leben nach,
    das aus Aladins Wunderbüchse
    oft allzu schnell an mir vorbei zog
    oder -
    spüre ich tiefer hinein in die Kraft,
    die als verdichtete Lebensfrucht
    mir verblieb?


    Von illusionärem Tand -
    befreit,
    ruft mich aus innerster Tiefe
    „das Leben,“
    das ohne Verlangen
    sich ausdrückt
    in reiner Schaffensfreude.


    Sich selbst genug
    entfaltet sich im Ich
    die Urkraft allen Lebens
    in Licht und Liebe!

    © Bernhard Albrecht Hartmann, 07.03.2012

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  2. lieber Bernhard,

    " ..... dss ohne Verlangen sich ausdrückt in reiner Schaffensfreude" --- sich selbst genug sein ... etwas, was nur hin und wieder gelingt ... leider ... danke für Deinen Kommentar, Deine Gedanken lassen mich sehr oft ü b e r l e g e n ... LG Ursa

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  3. Liebe Ursa

    Warum "leider." Ist es nicht einzigartig schön, wenn in reiner Schaffensfreude etwas unter unseren Händen entsteht.
    Warum, so frage ich mich, räumen wir dem "mehr davon" so eine grosse Bedeutung ein und verlieren darob die Erfahrung der Fülle solcher Augenblicke, in denen wir so ganz Mensch sein dürfen oft schneller als sie uns überkommt. Je weniger wir der Fülle nachlaufen, umso eher kann sie uns erneut beglücken. Die Fülle lässt sich nicht herbei ziehen. Sie kommt, wenn wir loslassen können und damit in den Prozess eines Entstehens eintreten - ohne Verlangen, in innerer Freiheit!
    Es ist dies auch die Kunst mit dem Leben zu gehen und nicht gegen es etwas herbei pressen zu wollen, für das die Zeit der Reife noch nicht gekommen ist.

    Bernhard Albrecht

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